Wer sind wir?

Hervorgehoben

Wir, die Lauf-Gemeinschaft Wedding e.V., sind ein Sportverein, dessen Mitglieder sich treffen, um in angenehmer, kameradschaftlicher Atmosphäre gemeinsam Sport zu treiben.

Unser Motto ist: Fit in jedem Alter

Unsere Schwerpunkte sind dabei – von der Jahreszeit abhängig –

im Sommer: Laufen, Ballspiele in der Halle
im Winter: Gymnastik, Ballspiele in der Halle

Unser Verein wurde im Herbst 1998 gegründet und ist damit sicher einer der jüngeren Vereine im Wedding. Auch aus diesem Grunde sind uns neue Sportfreunde jederzeit herzlich willkommen. Wer daran interessiert ist, bei uns mitzumachen – oder einmal in unser sportliches Vereinsleben hineinzuschnuppern -, nimmt am besten per E-Mail mit uns Kontakt auf.

Radtour 2014

Am 20. September traf man sich zur Herbst-Fahrradtour, die uns, von Hadi organisiert, wieder in die Landschaft nördlich von Berlin führte. Treffpunkt war der S-Bahnhof Oranienburg. Nachdem (fast) alle Hottes Pinkelschlüssel ausprobiert hatten, ging es am Lehnitzsee entlang auf die B273 Richtung Schmachtenhagen. Ein toter Waschbär grüßte aus dem Straßengraben.

In Schmachtenhagen, das als erste Rast auserkoren war, erwartete uns ein ländlicher Bauernmarkt. Bier und ähnliches mussten allerdings zum Klang einer örtlichen Musikkapelle konsumiert werden, was nicht alle begeisterte. Danach ging es dann auf wunderbar ruhigen Waldwegen durch das Oberhavelland, an Bernöwe und Wittenberg vorbei nach Liebenwalde, das wir vor Jahren schon einmal auf einer solchen Tour durchquert hatten. Am Vosskanal entlang erreichten wir Bischofswerder.

Auf dem Gelände des einstigen Gestüts (1789) wurde nach der Wende ein Wellness- und Tagungshotel, der Preußische Hof, errichtet. Dieser war Ziel für unser Mittagessen – und die Sonne hatte ein Einsehen und ließ uns im Freien speisen.

Interessant ist auch ein Blick auf die wechselvolle Geschichte dieses Ortes: Nach dem sog. 2. Märkischen Gestüt befanden sich hier u.a. die Reichsfachschule des Schuhmacherhandwerks sowie später das Institut zur Ausbildung von Funktionären für die Sozialistische Landwirtschaft.

Uns hat es jedenfalls geschmeckt, und wir setzten die Fahrt Richtung Neuholland fort. Diese Siedlung heißt tatsächlich so, weil sie einst von Holländern errichtet wurde. Entlang der L213, danach quer durch den Wald Richtung Oder-Havel-Kanal erreichten wir schließlich Malz, einen weiteren Höhepunkt unserer Tour. Hier wartete zwar kein Bier – wie der Name vielleicht erwarten ließe – dafür aber leckerer Kaffee und Kuchen auf uns. Einige mussten des großen Appetits wegen nachordern, und so kam die Bäckerei zum absoluten Hoch ihres Samstag-Jahresumsatzes. Weiter ging es am Kanal entlang zum Lehnitzsee, wo ein Seerestaurant zum letzten Bier einlud. Nachdem auch dieses ausgetrunken war, blieben noch ein paar km zum Ende unserer Tour, dem S-Bahnhof Oranienburg. Wir bedankten uns zum Abschied für die Vorbereitung und Organisation der Fahrt – die Wege waren diesmal alle so gewählt, dass sie auch Melitta gefallen hätten (die aber leider nicht dabei war).

Radtour 2011

Am 3. Sonnabend im September war es wieder soweit. Unsere alljährlich stattfindende allgemeine Radtour der LG Wedding sollte uns diesmal in das Oberkrämer Land führen.
Pünktlich wie die Radler nun mal sind konnte der Startschuss in Hennigsdorf am Postplatz abfeuert werden. Gabi, Sabine, Axel, Norbert, Robert, Hans und Peter machten sich unter der Führung von Hadi auf den Weg zu einer vergnüglichen, sommerlichen, etwa 40 km langen Tour.
Nach ein paar Straßenzügen durch Hennigsdorf erreichten wir zunächst eine Landschaft mit Namen Jungfernheide. Bestens präpariert wusste Hadi uns diesen Begriff näher zu bringen. Danach war dies zunächst die Bezeichnung für junge weibliche Adlige. Im späteren Sprachgebrauch wurde es auch als Synonym für „Jungfrau“ verwendet. Suchende Blicke schweiften über dieses Terrain. Doch weit und breit…

Gut eingestimmt sollten wir über gut befahrbare Wege bald Marwitz erreichen. Dieser Ort stellte sich uns als ein mit viel Liebe gepflegtes Dorf dar und lud uns auf einer Wiese neben dem Dorfanger zu einem ersten kleinen Verweilen ein. Gleich hier in unmittelbarer Nähe befindet sich auch eine hübsche barocke Kirche mit berühmter Orgel aus dem Jahre 1767.
Neben dieser Sehenswürdigkeit sei noch auf die Werkstätten der Hedwig Bollhagen verwiesen. Das Dorf selbst wird bereits 1259 erstmalig urkundlich erwähnt.
Wer rastet der rostet. Also auf geht’s zur nächsten Etappe durch den Krämer Forst ein Stück entlang auf der alten Hamburger Poststraße, welche von Berlin – Oranienburger Tor über Tegel, Hennigsdorf, Bötzow, Krämer, Ziegenkrug und weiter über Fehrbellin und Kyritz nach Hamburg führt. Diesem bestens mit dem Rad befahrbaren Weg folgten wir ein gutes Stück auf dem Ziegenkruger Weg.

Am Waldhaus zur Saubucht, eine Idylle der Natur und Gastlichkeit, sollten wir unser erstes Bier genießen. Dieses beliebte Ausflugslokal diente an diesem Tag einer geschlossenen Gesellschaft zur Hochzeitsfeier. Der Wirt aber hatte Mitleid mit uns durstigen Radlern, und schnell waren die Biere gezapft und noch schneller getrunken. Nur mit Mühe konnten wir uns bei diesem schönen Wetter wieder aufraffen und unsere Fahrt in Richtung Wolfslake, einem Ortsteil von Vehlefanz fortsetzen.
Gemütlich ging es weiter, ohne Pannen und ohne zu hetzen auf ebenen Wegen. Ein ganz anderes Tempo wurde an unserem nächsten Zwischenstopp in Wolfslake gefordert. Hier befindet sich das Speedway Stadion Eichenring, wo bis zu 70 PS starke Motorräder lautstark um Siege und Pokale wetteifern. Den Lärm und Staub brauchten wir uns zum Glück nur in Gedanken vorstellen. Nach kurzer Besichtigung als Zaungäste hieß es wieder rauf aufs Rad, abbiegen nach links und der Straße folgen.
Wer ist Gustav Büchsenschütz? Mit dieser Frage stimmte uns Hadi auf unser nächstes Ziel ein. Fragende Gesichter in der Runde und keine Antwort. Also radelten wir dort hin und schauten mal nach.
Na klar, teils umstritten, aber dennoch die inoffizielle Hymne des Landes Brandenburg „Märkische Heide, märkischer Sand“ mit dem Refrain: „Steige hoch, Du roter Adler…“ Das Lied kennt doch jeder. Hier in Wolfslake wurden am 10. Mai 1923 Text und Melodie von Gustav Büchsenschütz (1902-1996), einem begeisterten Mitglied der „Wandervogelbewegung“ während seiner Übernachtung in der Jugendherberge erdacht und notiert. In Anerkennung hieran erinnert ein Gedenkstein im Ort. Büchsenschütz selbst wurde im Jahre 1975 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
Langsam stellte sich der Hunger ein, und das Tempo nahm entsprechend zu. Der Gasthof in Beerenklau bot eine gute Speisekarte, um Hunger und Durst bestens zu stillen.
Inzwischen leicht faul und müde nach Speis und Trank führte uns der weitere Weg über Leegebruch direkt in die Ofenstadt Velten. Hadis Vorankündigung zu Grill und Fassbier und nicht zu vergessen das sonnige Wetter ließen uns schnell in die Pedale treten und sein schönes Haus bald erreichen. Viele Hände halfen, Tische, Stühle, Schirme und Liegen zügig aufzubauen. Feuer wurde unter dem Grill entzündet, das Bierfass angestochen. So konnte der Tag richtig gemütlich ausklingen. Bald gesellten sich auch Reinhard mit Rosi sowie Bärbel dazu. Tatkräftige Unterstützung an Grill und Fass erhielt Hadi auch durch seinen Sohn Jens nebst Freundin.
Ganz nebenbei sollten wir auch Hadis nette Nachbarn von nebenan kennenlernen.
In geselliger Runde schmeckten Grillfleisch und Würste noch mal so gut. Das Bier zischte lecker. Es wurde erzählt und noch mehr gelacht. Jeder Tag und jeder noch so schöne Abend geht irgendwann einmal zu Ende. Die Radfahrer verabschiedeten sich in Richtung Bahnhof Velten, um ihren Heimweg gut und sicher nach Hause zu finden.
Wir erinnern uns sehr gerne an eine ausgesprochen interessante und lehrreiche Radtour durch das Oberkrämer Land und an den herrlichen Nachmittag und Abend bei einem tollen Gastgeber.
(Autor: Peter)